Ukrainerinnen in der Schweiz in Zahlen
| Kennzahl | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Personen mit Schutzstatus S in der Schweiz (Mai 2026) | fast 73.000 | Staatssekretariat für Migration (SEM), via Blick, 18.05.2026 |
| Schutzstatus S gültig bis | 4. März 2028 | Bundesrat, 19.08.2026 |
| Anteil erwachsener Frauen unter den Schutzberechtigten in der EU (zum Vergleich) | 43,6 % | Eurostat, 12.10.2026 |
| Befragte der Adorée-Studie ohne Partnerschaft | 52 % – davon jede Vierte aktiv auf der Suche | Adorée-Studie 2026 |
| Befragte, die keine Dating-App nutzen | 87 % | Adorée-Studie 2026 |
| Befragte, die aus Liebe innerhalb Europas umziehen würden | 63 % | Adorée-Studie 2026 |
Was anders ist, wenn Sie sie in der Schweiz kennenlernen
- Sie ist aus eigenem Recht hier. Der Schutzstatus S erlaubt ihr, in der Schweiz zu leben und zu arbeiten; eine Beziehung braucht sie dafür nicht – und wer etwas anderes andeutet, beendet das Gespräch.
- Sie ist gut ausgebildet und arbeitet oft unter ihrer Qualifikation. Über 40 % der Geflüchteten haben mindestens einen Master (OECD); viele arbeiten unter ihrem Niveau, solange die Landessprache noch wächst. Die Buchhalterin steht im Lager, die Lehrerin im Café.
- Sie ist sehr wahrscheinlich Mutter, oft allein. Mehr als die Hälfte der Befragten hat ein Kind in ihrer Obhut. Eine Beziehung mit ihr schliesst einen Haushalt ein, der schon existiert.
- Die Sprache ermüdet, sie trennt nicht. Hochdeutsch lernt sie, Schweizerdeutsch hört sie – das ist doppelte Arbeit; in der Romandie ist es Französisch. Englisch ist oft die Brücke. Geduld zählt mehr als Perfektion.
- Sie kennt die Anzeigen für „ukrainische Bräute“. Ernsthaftigkeit behauptet man nicht in der ersten Nachricht, man zeigt sie in den ersten Wochen.
Wo Sie sie kennenlernen – ohne an Betrüger zu geraten
- Allgemeine Dating-Apps: möglich, aber 87 % der befragten Frauen nutzen keine; wer sie verlassen hat, nennt falsche Profile und Männer, die nichts Ernstes suchten.
- Seiten, die pro Brief oder pro Chatminute abrechnen: Sie zeigen meist Frauen, die in der Ukraine leben, und das Abrechnungsmodell belohnt Gespräche, die nie enden. Lesen Sie unseren Ratgeber zu Romance Scams, bevor Sie „Credits“ kaufen.
- Gemeinschaftsleben: ukrainische Vereine, Kirchgemeinden, Samstagsschulen und Kulturinitiativen in Zürich, Bern, Basel, Genf und Lausanne sind Orte der Zugehörigkeit, keine Jagdreviere. Gehen Sie hin, wenn Sie einen Grund dazu haben.
- Eine private Partnervermittlung: Beide Seiten werden geprüft, die Vorstellung ist gegenseitig, niemand zahlt pro Nachricht. Fragen Sie vor jeder Anmeldung, wer dahintersteht, wie Mitglieder geprüft werden und wie abgerechnet wird.
Was sie sucht
Gefragt, was bei einem Partner am wichtigsten ist, nannten die Befragten zuerst Stabilität und Sicherheit (68 %), dann Respekt und Sanftheit (54 %), dann Verbindlichkeit und Ernsthaftigkeit (48 %). Aussehen, Einkommen oder Lebensstil kamen nicht unter die ersten drei.
Drei von fünf würden aus Liebe innerhalb Europas umziehen; die anderen haben ihr Leben schon einmal neu aufgebaut und möchten bleiben, wo sie sind. Für einen Mann in der Schweiz heisst das: Auch Frauen, die heute in Deutschland, Österreich oder Frankreich leben, kämen in Frage – und die seriöse Vermittlung stellt die Frage nach dem Umzug zuerst.